Christentum in Indien

Wahrscheinlich kam das Christentum mit dem Apostel Thomas schon im 1. Jh. nach Indien, und etwa gleichzeitig flüchteten christlich-orthodoxe Syrer vor der Verfolgung hierher. Es war hier also früher angelangt als bei uns nördlich der Alpen. Später missionierten die Portugiesen und hatten Erfolg bei den niedrigen Kasten oder den Kastenlosen. Allerdings hat das Christentum nur an den Küstenstreifen, in Goa und Kerala, wo es auch heute noch verbreitet ist, größere Bedeutung in Indien. Eigentlich logisch, da ein hinduistischer Fischer noch nicht einmal seine eigenen Fische essen durfte. Der Hinduismus hat das Christentum einfach integriert, und auch viele Hindus betrachten Jesus Christus als Inkarnation Vishnus. Hochburgen des päpstlich-katholischen Christentums sind die ehemals portugiesische Besitzung Goa sowie Stammesgebiete in Mizoram und Manipur. Es gibt Katholiken, Presbyterianer, Syrisch-Orthodoxe, Anglikaner, Sieben-Tage-Adventisten, Methodisten, Baptisten usw.. Christliche Ashrams finden sich in Kerala (siehe 'Ashrams').

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