Hardwar
Hardwar, auf der rechten Gangesseite zu Füßen der Siwalik Berge gelegen, ist einer der heiligsten hinduistischen Orte Indiens. Mit seinen Ghats, Tempeln und Ashrams sowie vielen Sadhus erinnert es im Kleinformat an Varanasi. Höhepunkt des religiösen Lebens ist die Kumbh Mela, die alle zwölf Jahre hier stattfindet und zu dem Pilger und Sadhus aus allen Teilen des Landes herbeiströmen. Das Fest fand hier zuletzt im April 1986 statt. Zig Menschen wurden in der qualvollen Enge totgetrampelt. Die Kumbh Mela wird im Abstand von 3 Jahren abwechselnd in Hardwar, Allahabad, Ujjain und Nasik gefeiert.
Sehenswertes
Am schönsten ist es, einfach durch die Bazarstraße in der Nähe des Ganges zu schlendern oder sich an ein Ghat am Gangesufer zu setzen. Ein gutes Bild von dem Leben und Treiben am Ganges bekommt man von einer der Gangesbrücken. Am lebhaftesten geht es an der heiligsten Badestelle zu, dem Har-ki-pauri Ghat. Auch Nicht-Hindus dürfen diesen Platz ohne Schuhe betreten. Fotografieren ist allerdings nicht erlaubt. Ein Fußabdruck Vishnus soll sich hier in einem Tempelchen befinden.
Vom Har-ki-pauri Ghat aus vier bis fünf Kilometer weiter in Richtung Rishikesh liegen der Parmarth Ashram mit schönen Abbildungen der Göttin Durga, der .o.Sapt Rishi Ashram; und .o.Sapt Sarovar;. Die hinduistische Mythologie sagt, daß sich der Ganges hier in sieben Wasserströme aufteilte, um die sieben (sapt) Rishis nicht bei ihren Gebeten zu stören. Ein anderer Weg führt zum Beauty Point mit schöner Aussicht auf die Stadt und zum Mansa Devi Tempel.
Vier Kilometer flußabwärts liegen in Kankhal, einem heiligen Platz, der Daksh Mahadev Tempel, ein Shiva-Tempel, und Sati Kund. Sati Kund ist nach der Mythologie die Stelle, an der Sati, die erste Frau Shivas, den Flammentod starb. Ihr Vater, König Daksha, veranstaltete ein Yajna (Feuerzeremonie), zu dem alle außer Shiva und Sati geladen waren. Sati kam trotzdem, als aber Daksha auch noch abfällig über Shiva sprach, sprang Sati in das heilige Feuer.
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