Musik

Die vielfältige Musikkultur Sri Lankas im Detail zu behandeln, ist wie bei den anderen Kulturthemen unmöglich. Man kann lediglich einen Überblick über die gebräuchlichsten Instrumente bieten.

Trommeln

Getaberaya; bevorzugt bei religiösen Zeremonien gespielt. Das eine Ende ist mit Kuhleder, das andere mit Affenhaut bespannt, so daß zwei unterschiedliche Töne entstehen. Das Instrument wird zweihändig gespielt.
Thama Thama oder Hewisi; aufgebaut wie ein Bongo-Paar. Die Felle sind unterschiedlich groß und verschieden stramm bespannt. Zwei Kaduppu genannte Klöppel aus Rohr mit jeweils einem Ring am Ende erzeugen zwei unterschiedliche Töne.
Dawula; mit Messingmotiven verzierte Hartholztrommel, deren beide Kuhleder-Felle mit Juteseilen gespannt werden. Das eine Ende wird mit der Hand, das andere mit einem "Kadippu"- Stock gespielt.
Udekkiya; eine zweiflächige Trommel, die sich in der Mitte konisch verjüngt. Die beiden Felle sind untereinander verspannt. Ein Stoffband um diese Verspannung dient durch Anziehen und Lockern mit der einen Hand zur Tonmodulation während die andere Hand spielt.
Dakkiya; die größere Version der Udekkiya. Sie wird über die Schulter gehängt, ist aber kaum noch in Gebrauch. Rabanna; in etwa zu vergleichen mit dem Tambourin, bespannt mit Gänsehaut. Kommt in kleiner und großer Ausführung vor, letztere hauptsächlich bei religiösen Zeremonien.
Yak Beraya; eine zylindrische Trommel mit zwei Fellen. Kommt fast nur in Süd - Ceylon vor und wird über die Schulter gehängt.
Thamboruwa und Sabaragmu Dawula sind beides größere Abwandlungen der Dawula, erstere mit einem sehr tiefen, vollen Klang. Sie wird hauptsächlich im Zahntempel und zur Perahera in Kandy gebraucht. Letztere wird bei religiösen Zeremonien in den Sabaragamuwa Provinzen (daher der Name) gespielt.
Bummadiya; ein ickbauchiges, rundes, irdisches Gefäß, dessen Öffnung mit Tierhaut bespannt ist. Begleitinstrument bei Ernteliedern und Volkstänzen. Auch Kalaham oder Kalabera genannt. Wird um die Schulter gehängt.

Blasinstrumente

Hakgediya; diese Muschel wird gewöhnlich zur Eröffnung einer religiösen Veranstaltung in einem tiefen, langgezogenen Ton geblasen.
Saksinnam; eine Abwandlung der Kakgediya,indem an der Muschel ein Mundstück aus Wachs oder Metall befestigt ist. Horaneva; früher aus Elfenbein, haute aus Holz gefertigt, mit einem Mundstück aus Metall. Das schwingende, den Ton produzierende Blättchen ist aus einem Palmyra-Blatt geschnitten. Die normalen sieben Bohrungen erlauben ähnlich wie bei unserer Flöte die Bestimmung der Tonhöhe.
Bata Nalawa; Flöte aus Bambusrohr mit sieben Bohrungen.
Nagasinnam; zwei Flöten in einer: zu einer gewöhnlichen Banbusflöte mit sieben Bohrungen für eine Oktave kommt ein zweites, geschlossenes Rohr. Letzteres produziert einen konstanten tiefen Ton , der mit den gleichzeitig auf der richtigen Flöte gespielten Tönen harmoniert.
Kombu; das S-förmige Messinghorn ist schwierig zu blasen. Früher wurde es als Signalhorn in Schlachten und bei Prozessionen benutzt.
Weitere, heute nicht mehr gebräuchliche Blasinstrumente sind unter anderem: Dalahan, Vaskulal, Sakdandu und Vangi. Einen Eindruck vom Gebrauch all dieser Instrumente und der Eigenart singhalisischer Musik gewinnt man bei jeder Parahera (Prozession) oder bei eine "Kandyan dance Show", die allabendlich in Kandy und an vielen Touristenorten arrangiert wird.


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